Pferdehänger Grafik

Besitzerin trauert um ihren Esel

Am Dienstag, den 13.11.2018 geschah ein Unglück auf einer unserer Eselkoppeln mit tödlichem Ausgang für einen Esel.

Die Vorgeschichte


Vor einigen Wochen wurden wir, der Eselfreunde im Havelland e. V., von einer Eselbesitzerin aus der Nachbargemeinde angesprochen. Diese hatte Esel erworben, da deren Eselstall jedoch noch nicht bezugsfertig war, wurden wir gebeten, die Esel kurzfristig auf einer unserer Koppeln unterzubringen. Wir sagten zu und die Esel verblieben für einige Wochen als Gäste auf einer unserer Koppeln, unter der Obhut ihrer Besitzerin. Gestern, am 13.11.2018 war die Besitzerin der Esel mit ihrer Freundin und einem Pferdehänger vor Ort, um ihre drei Esel nach Hause zu holen. 

Was dann geschah


Das folgende Geschehen können wir nur nach dem schildern, was uns erzählt wurde, denn von uns Eselfreunden war zum Zeitpunkt des Unglücks niemand vor Ort.

Einer der drei Esel, ein kleiner Eselwallach wollte den Hänger nicht betreten.

Laut der Eselbesitzerin wurden zuerst zwei der Esel verladen und nach Hause gebracht. Daraufhin kehrten sie zurück, um gemeinsam den dritten Esel zu verladen. Dieser war, durch die Abwesenheit seiner beiden Eselgefährten gestresst. Die Versuche ihn zu Verladen misslangen. Der Esel, welcher sich bereits auf der Klappe des Hängers befand, sackte plötzlich tot zusammen.

Eine Augenzeugin sagte aus, sie habe den Vorfall beobachtet und berichtete von Misshandlungen des Esels während des Verladevorgangs und rief die Polizei.

Eine von der Eselbesitzerin sofort verständigte Tierärztin aus der nahen Umgebung kam umgehend. Sie untersuchte den Esel gründlich und diagnostizierte beim Esel Tod durch geplatzes Aorten-Aneurysma. Die etwas später eingetroffene Polizei sprach ebenfalls mit der Veterinärin, welche diesen bestätigte, dass der Esel keinerlei Spuren etwaiger Misshandlungen aufwies. Die Aussage der Augenzeugin wurde von den Polizisten auf genaueres Nachfragen als äußerst fragwürdig erachtet.

 

Fazit

Es handelte sich bei dem verstorbenen Esel um keines der Tiere des Eselfreunde im Havelland e. V.

Der Esel verstarb, laut tierärztlicher Diagnose, durch ein geplatzes Aorten-Aneurysma. Dieses wurde vermutlich ausgelöst, durch die für den Esel stressigen Umstände.

Es wurde kein Tier misshandelt - es war ein Unglücksfall über den die Eselbesitzerin sehr traurig ist.
 

All jenen, die nun nichts eiligeres zu tun haben und hatten, als auf Facebook zu posten, der Eselfreunde im Havelland e. V. quäle seine Tiere möchten wir hiermit nahe legen, sich mit den Fakten vertraut zu machen, z. B. mit der Tierärztin zu reden und nicht einer Person Glauben zu schenken, deren Aussage eher auf Effekthascherei beruht, denn auf einer einwandfreien Wahrnehmung der Situation.

Verleumdung ist kein Kavaliersdelikt.

Was können wir alle aus dieser Geschichte lernen?

Die Situation zeigt sehr deutlich, wie wichtig es für jeden Eselbesitzer bzw. Besitzer eines jeden Equiden ist, solche Dinge mit seinem Tier zu üben. Es ist an uns Menschen, unsere Tiere mit neuen und befremdlichen Dingen in Ruhe vertraut zu machen. Besonders wenn ein Tier in seinem Leben bereits negative Erfahrungen sammeln musste, ist es unsere Aufgabe, diese Erfahrungen durch neue, positive Erlebnisse auszugleichen. Weder wir noch die Besitzerin des verstorbenen Esels kennen das Vorleben des kleinen Langohrs. Sein Verhalten machte jedoch deutlich, dass er diesen Engpass Pferdehänger als sehr bedrohlich empfunden hat.

Viele Besitzer von Eqiden kennen diese Situation und wissen auch, wie sensibel Esel, Pferde und Maultiere unter Umständen auf den Pferdehänger reagieren. Daher können wir zum Abschluss nur anraten, übt mit Euren Tieren all das, was nicht alltäglich ist. Gebt ihnen die Gelegenheit, Entspannung in allen möglichen Lebenslagen zu finden. Es kann für uns und unsere Tiere einmal sehr wichtig sein.

Eure Eselfreunde im Havelland e. V.