Eselfreunde im Havelland e.V. Brandenburg

Wir wollten uns eigentlich nichts zu Weihnachten wünschen ...

 

Erst gestern dachte Christine Möller, unsere Vereinsvorsitzende: "Trotz verschiedener Tiefschläge geht es uns recht gut. Ich wünsche mir nichts außer, dass alle Tiere gesund bleiben und wir ein friedliches Weihnachtsfest erleben dürfen". Vorfreude war bei uns allen eingekehrt, begehen wir doch am kommenden Wochenende unsere Vereinsweihnacht, gemeinsam mit den Kindern aus dem Jugendclub Paaren.

Es scheint aber Menschen zu geben, die weder uns noch unseren Tieren gönnen, dass ein bisschen Glück und Frieden bei uns einkehrt. Anders können wir uns die Vorgänge der letzten Tage nicht erklären.

Was war passiert?

Am 11. Dezember kam unsere FÖJ-lerin Thea morgens auf die Eselkoppel und bemerkte, dass einige Dinge fehlten, u. a. unser Stromgenerator, den wir an diesem Tag für die Zahnbehandlung einiger Esel benötigt hätten. Da Generatoren keine Beinchen bekommen bleibt nur der Schluss übrig, dass bei uns eingebrochen wurde und wir bestohlen worden sind. Nicht nur der Generator wurde entwendet, Getränkeflaschen die wir bevorratet hatten, wurden ausgeschüttet, vermutlich um das Pfandgeld zu kassieren. Wurmkuren für die Esel sind gestohlen, Utensilien für unsere Eselwanderungen - Rucksack, Schweizer Taschenmesser, Taschenlampe - alles fort.

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Damit unsere Esel gesund bleiben und nicht von Endoparasiten geplagt werden, sind regelmäßige Wurmkuren unerlässlich. Wir müssen nun Wurmkuren für 24 Esel wiederbeschaffen - eine Wurmkur kostet rund 15 Euro.

Wir waren sehr traurig, denn diese Dinge sind nicht nur teuer - es wurden uns extra Spenden gemacht, damit wir diese Dinge anschaffen konnten.

Die Zahnbehandlung der Esel konnte, auf Grund des gestohlenen Generators auch nicht stattfinden und unser Tierarzt hat die Fahrt umsonst gemacht.

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Die Zahnbehandlung unserer Esel muss warten, denn ohne Stromgenerator kann unser Tierarzt nicht arbeiten. Nun müssen wir sehen wie wir das Geld für einen neuen Generator, der rund 700 Euro kostet, auftreiben. Wie immer werden wir eine Lösung finden, denn die Gesundheit unserer Esel soll nicht unter derartigen Vorkommnissen leiden müssen.

Nun ja, Rückschläge erleiden wir nicht zum ersten mal. Wie heißt es so schön:" Hinfallen, austehen, Staub abklopfen, weitergehen". Also ist Christine nun damit beschäftigt, eine Liste der gestohlenen Dinge für Polizei und Versicherung anzufertigen - weil sie ja sonst nichts weiter zu tun hat...

Heute früh, am 19. Dezember, als Christine zur Eselversorgung auf die Koppel ging, musste sie feststellen, dass die kriminelle Energie des oder der Täter offensichtlich noch nicht aufgebraucht war. In der vergangenen Nacht wurde abermals bei uns eingebrochen. Gestohlen wurden diesmal die Medikamente und Futterergänzungen für die Esel.

Besonders dramatisch, denn darunter befand sich u. a. auch das Schmerzmittel für unsere Eseldame Finchen. Finchen leidet zur Zeit an einer Bänderverletzung im Kniegelenkt und benötigt ihr Medikament dringend gegen die Schmerzen. Christine ist natürlich sofort losgefahren, um Ersatz zu besorgen, damit unser Finchen nicht unnötig lange zu leiden braucht.

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Esel Finchen wartet liegend auf ihr Schmerzmittel. Sie benötigt es dringend, denn nur mit dem Schmerzmittel kann sie sich momentan ausreichend bewegen, um nicht an den Folgen mangelnder Bewegung, z. B. einer Kolik zu erkranken.

So startet unser letztes Adventswochenende für uns sehr traurig. Traurig vor allem darüber, dass es Menschen gibt, die einen kleinen Verein bestehlen, der sich immer mit all seinen Mitteln für andere, egal ob Mensch oder Tier, einsetzt.

Dem  oder den Tätern möchten wir hiermit etwas mitteilen:" Ihr habt vor allem die Tiere bestohlen. Esel, die teilweise aus sehr schlimmen Lebensumständen ihren Weg zu uns gefunden haben. Ihr habt ihre Medikamente gestohlen, Ihr habt wichtige Futterzusätze gestohlen. Alles, was Ihr genommen habt, war bereits angebrochen, Ihr könnt es also nicht verkaufen. Wir gehen somit davon aus, dass Ihr Eure eigenen Tiere damit behandeln wollt. Wenn Ihr notleidend seid, dann fragt das nächste Mal, wenn Ihr etwas benötigt - wir haben noch nie jemandem die Hilfe verweigert, wenn er in Not war. Wir denken aber, dass Ihr nicht aus Not sondern aus Gemeinheit, Feigheit und Missgunst gehandelt habt. Nur feige Charaktere bestehlen die, die am wenigsten haben."

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Was haben Euch unsere Esel getan? Sie sind sanft, liebevoll und ehrlich - nehmt Euch an Beispiel an ihnen.

Was wünschen wir Euch nun zu Weihnachten?

Wir wünschen Euch, dass Ihr erkennt, wie miserabel Euer Handeln war. Wir wünschen Euch die Erkenntnis, dass die Weihnachszeit eine Zeit des Mitfühlens und des Gebens sein sollte. Wir wünschen Euch, dass das Böse, was Euer Handeln verursacht hat, nicht Euer weiteres Leben bestimmt und Ihr eine Wiedergutmachung leistet - egal auf welchem Wege.